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Kanton Zürich · Planung

Erbschafts- und Schenkungssteuerplanung im Kanton Zürich

Wie Begünstigte, Freibeträge, mehrere Zuwendungen, Immobilien, Nutzniessungen und internationale Bezüge bei der Planung zusammenspielen.

Planung

Was sich vor einer Vermögensübertragung prüfen lässt

Im Kanton Zürich beeinflussen Begünstigtengruppe, Freibetrag, Höhe der Zuwendung und die Zusammenrechnung mehrerer Erwerbe die Steuer. Bei Immobilien, Nutzniessungen und Unternehmensvermögen kommt die Bewertung hinzu.

01

Begünstigte bestimmen

Nachkommen sind steuerfrei. Bei Eltern, Geschwistern, Lebenspartnern und übrigen Personen unterscheiden sich Freibeträge und Multiplikatoren erheblich.

02

Zuwendungen zusammen betrachten

Mehrere Zuwendungen desselben Schenkers oder Erblassers an dieselbe Person sind für Tarif und Freibeträge nicht isoliert zu betrachten.

03

Bewertung klären

Massgebend ist grundsätzlich der Verkehrswert. Bei Liegenschaften, Nutzniessungen und nicht kotierten Beteiligungen kann die Bewertung selbst zur zentralen Steuerfrage werden.

04

Immobilien gesondert prüfen

Zürcher Grundstücke können unabhängig vom Wohnsitz der beteiligten Personen eine Zürcher Steueranknüpfung auslösen. Latente Grundstückgewinnsteuern können bei der Bewertung relevant sein.

05

Lebenspartner früh einordnen

Unverheiratete Lebenspartner sind nicht automatisch steuerfrei. Bei mindestens fünf Jahren gemeinsamem Haushalt kann jedoch ein besonderer Freibetrag von CHF 50’000 greifen.

06

Auslandsbezug vor Vollzug prüfen

Bei Wohnsitz, Vermögen oder Begünstigten in mehreren Staaten sollte vor der Übertragung geprüft werden, welche Steuerrechte gleichzeitig entstehen können.

Schenkung und Erbschaft sind tariflich miteinander verbunden.

Frühere Zuwendungen können die spätere Belastung beeinflussen. Eine reine Aufteilung in mehrere Schenkungen führt daher nicht automatisch zu einer mehrfachen Nutzung von Freibeträgen oder niedrigeren Tarifstufen.

Planungsprozess

Eine sinnvolle Reihenfolge

1. Vermögen erfassen

  • Bank- und Wertschriftendepots
  • Immobilien
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Versicherungen und Nutzniessungen
  • Ausländisches Vermögen

2. Empfänger einordnen

  • steuerfreie Nachkommen
  • Eltern
  • Geschwister und Grosseltern
  • Lebenspartner
  • übrige und nichtverwandte Personen

3. Varianten rechnen

Erbschaft, sofortige Schenkung, gestaffelte Übertragung, Nutzniessung oder Unternehmensnachfolge können wirtschaftlich und steuerlich unterschiedlich wirken.

4. Umsetzung dokumentieren

Verträge, Bewertungen, Zahlungsflüsse und Schenkungssteuererklärung sollten zur gewählten Struktur passen und den wirtschaftlichen Vorgang nachvollziehbar dokumentieren.

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