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Situation

Unternehmen & Nachfolge

Unternehmensnachfolge Schweiz–Deutschland

Bei einer Unternehmensnachfolge zwischen Deutschland und der Schweiz treffen Erbschaft- oder Schenkungsteuer, Unternehmensbewertung, Beteiligungsstrukturen und die laufende Besteuerung des künftigen Gesellschafters aufeinander. Die Nachfolge sollte deshalb nicht isoliert als Steuerfall, sondern als Gesamtstruktur geplant werden.

Überblick

Unternehmensnachfolge ist mehr als die Übertragung von Geschäftsanteilen

Entscheidend ist nicht nur, wer die Beteiligung erhält, sondern wie das Unternehmen danach geführt, finanziert und steuerlich weiterentwickelt werden soll.

Bei grenzüberschreitenden Fällen müssen Übertragungssteuer, Unternehmensbewertung, mögliche Begünstigungen und die spätere Beteiligungsbesteuerung in Deutschland und der Schweiz aufeinander abgestimmt werden.

Zusätzlich können Holdingstrukturen, Gesellschafterdarlehen, Geschäftsführertätigkeit, Dividenden und ein späterer Unternehmensverkauf für die Wahl der Nachfolgestruktur entscheidend sein.

Einzelfall: deutsche GmbH-Anteile

Geht es konkret um die Übertragung von Anteilen an einer deutschen GmbH auf einen in der Schweiz wohnhaften Erwerber, ist die spezielle Beteiligungsseite der passende Einstieg.

GmbH-Anteile ansehen

Nachfolgestruktur

Vier Ebenen sollten vor der Übertragung abgestimmt werden

01

Unternehmen

Rechtsform, Vermögensstruktur, Ertragskraft und operative Abhängigkeit von einzelnen Personen müssen verstanden werden.

02

Übertragung

Erbschaft, Schenkung, schrittweise Beteiligungsübertragung oder entgeltliche Nachfolge führen zu unterschiedlichen Steuerfolgen.

03

Erwerberstruktur

Direkter Erwerb, Schweizer Holding oder andere Beteiligungsstruktur können die spätere Dividenden- und Exitbesteuerung beeinflussen.

04

Nachfolgephase

Geschäftsführung, Gewinnverwendung, Finanzierung und spätere weitere Übertragungen sollten bereits im Ausgangsmodell berücksichtigt werden.

Die steuerlich günstigste Übertragung ist nicht automatisch die beste Nachfolgestruktur.

Kontrollrechte, Finanzierung, Familienausgleich, Unternehmensfortführung und Exit-Fähigkeit sollten gleichrangig mit der Steuerbelastung betrachtet werden.

Steuern

Übertragungssteuer und spätere Beteiligungsbesteuerung gehören zusammen

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Bei deutscher Unternehmenssubstanz oder deutschen Beteiligungen kann Deutschland die Übertragung besteuern.

Unternehmensbewertung

Der Wert des Unternehmens beziehungsweise der Beteiligung ist regelmäßig der Ausgangspunkt der Steuerberechnung.

Begünstigungen

Mögliche Begünstigungen für Unternehmensvermögen müssen anhand Beteiligungsquote und Vermögenszusammensetzung geprüft werden.

Schweizer Vermögenssteuer

Nach der Übertragung wird die Beteiligung beim Schweizer Erwerber für die laufende Vermögensdeklaration relevant.

Dividenden

Ausschüttungen zwischen Deutschland und der Schweiz erfordern die Koordination von Quellensteuer, DBA-Entlastung und Wohnsitzbesteuerung.

Exit

Ein späterer Verkauf der Beteiligung sollte bereits bei der Nachfolgeplanung steuerlich und strukturell mitgedacht werden.

Typische Fragen

Was bei einer Unternehmensnachfolge Deutschland–Schweiz häufig geklärt werden muss

Soll die Beteiligung verschenkt oder vererbt werden?

Eine lebzeitige Übertragung ermöglicht mehr Planung, während der Erbfall weniger steuerlich steuerbar ist.

Wie wird das Unternehmen bewertet?

Nicht börsennotierte Unternehmen müssen zum Übertragungsstichtag nach den einschlägigen Bewertungsregeln analysiert werden.

Greifen Begünstigungen für Betriebsvermögen?

Das hängt von Beteiligungsquote, Unternehmensstruktur und Zusammensetzung des Vermögens ab.

Ist eine Schweizer Holding sinnvoll?

Das kann bei laufenden Dividenden, Reinvestitionen und einem späteren Exit relevant sein, muss aber vor der Übertragung modelliert werden.

Was gilt, wenn der Nachfolger Geschäftsführer wird?

Dann kommen zusätzlich Fragen zu Arbeitseinkommen, Sozialversicherung und Ort der Geschäftsleitung hinzu.

Was gilt bei mehreren Kindern oder Erben?

Beteiligungsquoten, Stimmrechte und Familienausgleich sollten vor der Übertragung gesellschaftsrechtlich strukturiert werden.

Wie werden spätere Dividenden besteuert?

Quellensteuer und Schweizer Besteuerung hängen von Erwerberstruktur und Beteiligungsform ab.

Was passiert bei einem späteren Verkauf?

Der Exit kann steuerlich völlig anders wirken als die ursprüngliche Übertragung und sollte deshalb von Anfang an mitgeplant werden.

Checkliste

Unterlagen für die Nachfolgeplanung

Unternehmen

Handelsregister, Satzung, Beteiligungsstruktur und Organigramm.

GesellschaftStruktur

Finanzzahlen

Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Planungen und wesentliche Vermögenswerte.

BewertungFinanzen

Gesellschafter

Beteiligungsquoten, Anschaffungshistorie und Gesellschaftervereinbarungen.

AnteileQuote

Nachfolger

Wohnsitz, Rolle im Unternehmen und geplante Beteiligung.

SchweizNachfolger

Übertragungsplan

Erbschaft, Schenkung, Stufenplan oder entgeltlicher Erwerb.

SchenkungErbschaft

Zukunftsstruktur

Holding, Finanzierung, Ausschüttungen, Geschäftsführung und Exit.

HoldingExit

Vertiefung

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